9. EffizienzTagung Bauen+ModernisierenLogo_EffizienzTagung

am 24. und 25. November 2017 im Hannover Congress Centrum 

Hier können Sie das Faltblatt mit dem Vortragsprogramm und allen wichtigen Hinweisen zur Tagung herunterladen.
 
 
UE-Anrechnung der dena für Energieeffizienz-Expertenliste:
8 UE Wohngebäude, 8 UE Nichtwohngebäude, 4 UE Energieberatung im Mittelstand
 
 

Den Blick vom Gebäude auf das Quartier erweitern

 

Konzepte für den Neubau und die Modernisierung von Wohn- wie Nichtwohngebäuden sind zukunftstauglich, wenn sie nicht nur das einzelne Haus, sondern den kompletten Straßenzug bzw. das gesamte Quartier einbeziehen. In diesem Satz lässt sich die Grundaussage der 9. EffizienzTagung Bauen+Modernisieren zusammenfassen. Rund 200 Fachleute erörterten an den beiden Kongresstagen eine Reihe von Aspekten, die auf dem Weg vom Bauteil zum Quartier zu bewältigen sind.

 

Das Tagungsprogramm bot wieder viele Highlights. Hervorzuheben ist der Einführungsvortrag des früheren Bundesumweltministers Prof. Klaus Töpfer ebenso wie die Plenarvorträge von Helmut Krapmeier und Dirk Schröder-Brandi, die beide kurzfristig für die erkrankten Ursula Sladek und Prof. Jörg Probst eingesprungen sind. Auch in den Themenbereichen gab es viele aufschlussreiche Beiträge.

 

Ein weiterer Höhepunkt war der Workshop am zweiten Veranstaltungstag. Unter der Überschrift Betroffene erarbeiten im Lutherjahr 10 Thesen zum Gebäude-Energie-Gesetz“ diskutierten die Teilnehmer zunächst eine Stunde lang in zwei Arbeitsgruppen, anschließend wurden die Ergebnisse zusammengetragen und zu einem Abschlussdokument zusammengefasst. Dass beide Gruppen die gleichen Kernforderungen stellten, zeigt, dass unter den Fachleuten Einigkeit hinsichtlich des einzuschlagenden Weges herrscht.

 

Die WorkshopteilnehmerInnen halten die Einführung einer CO2-Abgabe auf Energieträger und Baumaterial für notwendig. Einen Mengenrabatt nach dem Motto „wer viel Energie verbraucht, zahlt weniger pro Einheit“, soll es nicht mehr geben. Außerdem muss eine verbindende Betrachtung bei der Entwicklung von Lösungen angestrebt werden. Anders ausgedrückt: Alle Akteure müssen nicht nur das Einzelgebäude, dessen technische Anlagen und Versorgung im Blick haben, sondern die Nachbarschaft, das Quartier bzw. den gesamten Stadtteil, und zwar von der Errichtung über den Betrieb bis hin zu Sanierung oder Rückbau (Lebenszyklus).

 

Gefordert werden klare, einfache Regelungen und Zielvorgaben, mit einheitlichen Parametern und Verfahren zur Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Auch muss die Vergleichbarkeit der Ergebnisse und der Labels gegeben sein. Dazu müssen zum einen nachvollziehbare Flächenbezüge (z. B. beheizte Wohnfläche statt AN) eingeführt werden und zum anderen eine neue Kennzahl: „Personen als zusätzliche Bezugsgröße (im Wohnungsbau)“.

 

Der Standard-Klimasatz zur Berechnung des  Energiebedarfes muss abgelöst werden durch regionale Klimadatensätze, das Ergebnis soll ein „verbrauchsjustierter Energiebedarf“ sein. Dahinter steckt die Idee, dass der Endkunde nach Jahren in der Lage sein soll, die Planung mit dem Ergebnis zu vergleichen. Unterschiedliche Energieträger für Wärme und elektrischen Strom (Beleuchtung, Kühlung, etc.) sollen getrennt bilanziert, erfasst und dargestellt werden.

 

Last, but not least wurde noch ein bautechnisches Detail vorgeschlagen, das sich auch auf andere Themen im Bauwesen übertragen lässt. Der Wärmebrückeneinzelnachweis soll  durch die Einhaltung angepasster Regellösungen (DIN 4108 Bbl.2) ersetzt werden.

 

 

Für Sie zum Herunterladen:
Ergebnisse des Workshops zum künftigen Gebäude-Energie-Gesetz (Zusammenfassung)

 

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